Apfel-Zimt Knuspermüsli mit Amaranth und Quinoa *vegan*

Morgens ist es bei uns immer ziemlich hektisch, und damit dann wenigstens das Frühstück die letzten Morgenmuffel und Langschläfer aus den Federn schafft, hab ich mal ein bisschen frühstücksmäßig herum experimentiert. Wichtig ist, dass es schnell geht (Müsli in die Schüssel, Milch drüber gekippt, fertig!), sich auch zum mitnehmen eignet (ich kann beim besten Willen vor acht Uhr morgens nichts runter kriegen) und natürlich allen Beteiligten schmeckt.

Heraus kam dieses wunderbare Müsli, das man schnell und einfach zubereiten kann und auch etwas für den kleinen Geldbeutel ist (auf jeden Fall ist es viiiiel billiger als Müslis mit vergleichbaren Zutaten).

Apfel-Zimt Knuspermüsli

Zutaten
250 g Dinkelflocken
250 g Haferflocken
3 EL Amaranth gepufft
3 EL Quinoa gepufft
3 EL gehobelte Mandeln
2 EL Sonnenblumenkerne
4 EL Kürbiskerne
3 EL Apfelchips, grob gehackt
50 mg Margarine
50 mg Kokosöl
100 ml Ahornsirup
100 g Vollrohrohrzucker
3-5 TL Zimt (je nach Belieben)
die Angaben reichen für 2 Backbleche

Zubereitung

1. Backofen auf 150°C (Umluft) vorheizen
2. Alle Trockenzutaten bis auf die Apfelchips abwiegen und in einer großen Schüssel vermengen
3. Ahornsirup über die Mischung gießen
4. Margarine und Kokosöl schmelzen und über die Mischung gießen
5. alles gut verrühren
6. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen und die Müslimischung auf beiden gleichmäßig verteilen
7. ab in den Ofen für 30 Min.!
8. in der Zwischenzeit die Apfelchips in kleine Stückchen brechen oder hacken
9. Müsli gut abkühlen lassen und die Apfelchips zum Schluss untermischen.
Fertig! 🙂

Übrigens: schmeckt prima zu Sojajoghurt, mit Hafermilch, frischen Früchten…

P.S.: mit diesem Rezept nehme ich bei der veganchallenge von becel teil. Drückt mir die Daumen! 😀
Noch ein P.S.: es war gar nicht so leicht, die Fotos zu schießen (deswegen sind sie leider ein bisschen unscharf geworden), weil Leni die ganze Zeit neben der Schüssel hing und das Müsli da raus klaute… tja, so lecker ist es eben! 😉

Japan goes vegan!

Super schnelles und super leckeres Fast Food der japanischen Variante.
Was soll man kochen, wenn’s schnell gehen soll? Kinder schreien dann oft „Nudeln mit Pesto!“, aber es kann ja nicht immer nur das eine geben, oder?
Und zumindest Yannis fährt hier drauf voll ab. Natürlich habe ich ihm das ganze mit dem Miyazaki-Film „Ponyo“ schmackhaft gemacht, denn da essen Ponyo und ihr Freund sowas ähnliches.
Und siehe da, es hat funktioniert! Demnach heißt dieses Gericht bei uns ab jetzt einfach „Ponyo-Nudeln“.

vegane Nudelsuppe japanisch

Und so geht’s:

  • japanische Nudeln aus dem Supermarkt (oder koreanische; eigentlich gehen so gut wie alle Nudeln in Spagettiform)
  • Gemüsebrühe
  • Sesamöl
  • Sojasauce
  • Seidentofu
  • Wakame (getrocknete Algen)
  • Alles an Gemüse, was der Kühlschrank hergibt, bei uns heute:
  • Frühlingszwiebeln
  • Steinchampignons
  • Shiitake Pilze
  • MöhrenNudeln in Salzwasser nach Anweisung kochen (die japanischen brauchen ca. 3 Minuten), das Gemüse in dünne Scheiben schneiden, den Tofu würfeln.
    In einem kleinen Topf Gemüsebrühe erhitzen, mit Sojasauce und Sesamöl abschmecken.
    Nudeln abgießen, in eine Schüssel geben, mit dem Gemüse verzieren und die heiße Brühe drüber gießen. Ca. 2 Minuten ziehen lassen (wegen des Gemüses). Fertig!

Ein Wochenende im Land der Tulpen

In den Osterferien haben wir ein wunderschönes Wochenende in Holland verbracht. Geplant war eigentlich, nur nach Amsterdam zu fahren, aber dann kam meine Schwester mit ihren beiden Kindern spontan zu Besuch und machte den Vorschlag, doch einen Tag ans Meer zu fahren.

Leuchtturm, Egmond aan Zee

Also packten wir kurzerhand unsere Siebensachen und fuhren los in die Heimat von Nijntje (oder Miffy): Egmond aan Zee. Egmond lohnt sich sowohl als Ziel für einen Tagesausflug als auch für einen etwas längeren Strandurlaub. Neben dem großen Parkplatz steht ein kleines Holzboot, in dem Nijntje sitzt, der kleine Hase von Dick Bruna, der Kindern weltweit als Miffy bekannt ist.

miffyboot
4 Kinder und ein Hase auf einem Boot, Egmond aan Zee

Von hier aus geht es in die eine Richtung direkt ans Meer, in die andere Richtung auf die kleine Einkaufsstraße, in der man in kleinen, feinen Geschäften herrlich bummeln kann. Unzählige Cafés und Restaurants säumen die Einkaufsmeile. Ein gutes Stück landeinwärts befindet sich ein großer Supermarkt, in dem man alles kaufen kann. Die Niederländer sind meiner Meinung nach die absoluten Vorreiter in Punkto gesundes Nahrungsangebot im Supermarkt. Es gibt unzählige vegetarische Produkte, leckere Fleischersatzprodukte, Milchersatzprodukte, die es bei uns nicht im „normalen“ Supermarkt gibt, sondern höchstens im Bioladen. Dementsprechend decken wir uns bei einem Trip ins Nachbarland immer gut ein. Der absolute Hit bei uns: chinesische vegetarische Bapao (Hefeklöße mit herzhafter Sojaackfüllung, gibt’s bei uns in nichtvegetarisch im Asialaden).

Wolken über den Dünen
Wolken über den Dünen

Meine Schwester fuhr abends mit ihrer Rasselbande zurück nach Köln, während wir den geplanten Teil unserer Reise antraten und nach Amsterdam fuhren.

Unsere erste Amtshandlung in Amsterdam war der Besuch des indonesischen Restaurants Soenda Kelapa, in dem man eine kulinarische Reise nach Indonesien erlebt. Sehr zu empfehlen ist die vegetarische Reistafel, die neben Gemüse auch Leckereien aus Tofu und Tempeh beinhaltet.

Neben dem obligatorischen Stop bei HEMA, der die ganze Familie glücklich macht, macht es einfach Spaß, durch die kleinen Gassen entlang der Grachten zu schlendern. Unsere Freunde Astrid und Stanley, die in Amsterdam wohnen, haben einen kleinen Kahn, mit dem man Amsterdam vom Wasser aus betrachten kann. Eine Bootsfahrt lohnt sich in Amsterdam immer, aber wenn man die Möglichkeit hat, mit einem weniger touristischen Boot zu fahren, sollte man das auf jeden Fall machen. Alternativ kann man sich in Amsterdam auch Fahrräder mieten und auf eigene Faust durch die Gegend cruisen (für Familien mit Kleinkindern lohnt sich ein Bakfiets, das klassische niederländische Kastenfahrrad, in dem man bis zu 4 Kinder in einem Holzkasten vor dem Lenkrad transportieren kann). Bei schönem Wetter kann man mit Kindern in den Vondelpark fahren, in dem es einen Spielplatz, ein Teehaus, Cafés und Restaurants und sogar eine Freilichtbühne gibt.

Dieses Mal entschieden wir uns, endlich mal das Nemo zu besuchen, das Wissenschaftsmuseum. Hier kann man bei Regenwetter (aber auch bei jedem anderen Wetter) einen ganzen Tag verbringen, und der saftige Eintrittspreis von 15€ p.P. (über 4 Jahre) lohnt sich auf jeden Fall. Wichtig ist, genügend Zeit mitzubringen, denn es gibt jede Menge zu sehen und zu entdecken! Auf jeden Fall sollte man sich die Kettenreaktion angucken, die mehrmals am Tag stattfindet und ca. 15 Min. dauert.
nemo2

Unser letzter Tag in Holland führte uns dann zu einem Abstecher ans Ijselmeer, wo wir das Zuiderzeemuseum besuchten. Ein altes Fischerdorf in Enkhuizen wurde zu einem Freilichtmuseum umgebaut.

zuiderzee

Hier kann man sehen, wie die Fischer früher ihre Netze geflickt haben, wie in alten Öfen traditionell Fisch geräuchert wird, man kann aus den typisch holländischen Holzpantoffeln Boote bauen und sich traditionell verkleiden (wenn man unter 12 Jahre alt ist 😉 ).

leni
Leni in traditionell niederländischer Tracht

Es gibt alte Spielgefährte und -sachen und allerhand zu entdecken für Groß und Klein. Der große Spielplatz ist sowohl für „große“ Kinder wie Yannis als auch für „kleine“ Kinder wie Leni ein zusätzliches Vergnügen.

Wenn man im Frühling nach Holland fährt und wie wir eine kleine Rundreise macht, dann sieht man überall um sich herum bunte Felder und eine herrliche Tulpenpracht. Da macht Autofahren selbst dem letzten Automuffel Spaß!

Noch ein Tipp: wenn man mit dem Auto von Enkhuizen zurück nach Deutschland (NRW) will, dann sollte man über den Houtribdijk (N302) zurück fahren! Die führt rund 26km durch das Ijselmeer und ist auf jeden Fall auch ein kleines Abenteuer für sich! 😉