Perhentian Islands – Robinson Crusoe Feeling pur!

Mit unseren beiden Kindern Yannis (7) und Leni (6 Monate) haben wir im März 2014 eine 5wöchige Tour durch Malaysia gemacht. Von Frankfurt ging es nach Kuala Lumpur und direkt weiter mit Air Asia nach Kota Bharu. Von dort mit dem Schnellboot auf die Perhentian Inseln, wo wir 1,5 Wochen Robinson Crusoe spielten.

jetzt geht's los!

In Kota Bharu hatten wir eine Übernachtung in Lee Guesthouse. Sehr zu empfehlen! Das all inklusive Paket (Transfer vom Flughafen zum Guesthouse, zum Hafen, inkl. Tickets fürs Boot und alles wieder zurück) war sehr günstig. Lees Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft und sein lieber Umgang mit den Kindern bleibt unbezahlbar.

Vor der Fahrt mit dem Schnellboot hatte ich schon ein bisschen Angst wegen der Kinder, aber die blieb unbegründet. Leni hatte ich im ergocarrier vorne drin, und die pennte beim schaukeln auf den Wellen prima. Yannis fand es auch ganz toll, lediglich Felix verspürte ein flaues Gefühl im Magen.
Blick aus dem Regenwald auf den Strand, Pula Perhentian Besar
Zuerst führte uns die Reise nach Pulau Perhentian Besar.
Das Tunabay Resort war für uns der ideale Ort, um in Malaysia anzukommen, den Alltagsstress hinter uns zu lassen und den Jetlag auszukurieren (ein bisschen Luxus muss auch einfach mal sein 😉 ). Sehr zu empfehlen ist, in einer der anliegenden Tauchschulen einen Kurs zu machen – billiger geht kaum, alle sprechen englisch und einige Lehrer sogar deutsch. Es werden auch überall Schnorcheltouren angeboten, die auch für Kinder geeignet sind. Ich habe eine dreistündige Tour mit Yannis gemacht. Unter anderem haben wir zwei riesige Meeresschildkröten gesehen und mehrere „Neros“ gefunden, was für Yannis natürlich das besondere Highlight war. Dieser Fund wurde natürlich auch gleich in dem Aufsatz, den er für die Schule schreiben sollte, festgehalten und illustriert.
Auf der Insel kann man am Strand in beide Richtungen laufen, überall sind kleine Unterkünfte verschiedener Preisklassen, Restaurants und Imbissbuden, wo man gut und günstig essen kann. Sehr zu empfehlen sind die frisch gepressten Säfte und selbstgemachten Shakes, die man fast überall bekommt. Am besten hat uns das New Cocohut gefallen. Das Essen und vor allem der Mangoshake werden uns wohl ewig im Gedächtnis bleiben. 🙂 In einem kleinen Supermarkt bekommt man eigentlich alles, was man auf der Insel brauchen kann und am Festland vergessen hat, inklusive nettem Small talk mit der Verkäuferin und den neusten Nachrichten aus aller Welt.
Unsere Robinson Crusoe Hütte im Keranji Beach. Hier bekamen wir tierischen Besuch, u.a. von einem Tokeh. 😀
Auf Pulau Perhentian Kecil hatten wir uns im Vorfeld das Keranji Beach ausgesucht. Einsam gelegen in einer kleinen Bucht umgeben von Regenwald kann man hier in Blockhütten das perfekte Robinson Crusoe Leben genießen. Geführt wird das Resort von einer jungen malaysischen Familie. In der kleinen Bucht sieht man viele Fische beim Schnorcheln, am Riff haben wir sogar einen kleinen Riffhai und einen Barracuda gesehen. Durch den Regenwald führt ein kleiner Pfad in den Norden und in den Süden der Insel. Auf der Insel ist auch das einzige Dorf, in dem es ein paar kleine Restaurants gibt, eine Schule und einen kleinen Laden in einer Garage. Ansonsten gilt hier: mit dem Schnellboot ans Festland, um einen Großeinkauf zu machen.
Yannis lässt die Seele baumeln auf der Terrasse unserer Hütte im Keranji Beach.
Tuna Bay Resort
Tuna Bay Resort
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Vorbereitungen für die große Reise

Der Flug ist gebucht, die Reisevorbereitungen können losgehen.

Eine Liste ist schnell angefertigt und wird fast täglich erweitert mit allerhand nützlichen Dingen, die einem noch so einfallen.

Das wichtigste im Überblick:
  • Impfen – man sollte sich immer vor einer großen Reise beim Hausarzt oder beim Tropeninstitut informieren, welche Impfungen notwendig sind und ob die Immunisierung noch gewährleistet ist. In der Regel weisen gute Reiseführer auch auf mögliche Erkrankungen im Urlaubsgebiet hin. Die Kinder finden das Impfen natürlich nicht besonders toll. Leni war noch so klein, dass es bei ihr kein Problem war. Als wir nach China geflogen sind, war Yannis gerade 3 Jahre alt geworden. Nach der 2. Spritze hatte er dann keine Lust mehr auf die Piekser und hat sich geweigert, noch einmal zum Arzt zu gehen. Da half keine Ablenkung, kein Lieblingskuscheltier und noch nicht mal Schokolade (und das will schon was heißen bei ihm). Ein guter Tipp in so einem Fall: das Zauberpflaster mit einem Lokalanästhetikum betäubt die Stelle, die gespritzt werden muss, so dass man von der Impfung nichts mehr mit bekommt.
  • Insektenschutz – für die Eltern gibt’s anti brumm, für Yannis und Leni doctan Kids, das von der WHO zur Malariaprophylaxe empfohlen wird. Zusätzlich dazu haben wir ein Moskitonetz fürs Bett (inkl. Haken, Tesa power strips und Gaffertape zur Montage), das wir mit no bite für Kleidung eingesprüht haben (das Zuhause auf dem Balkon ausgelüftet, weil das etwas stark riecht). Lange, helle Kleidung für abends ist unerlässlich. Zum einen schützt es vor Moskitos, zum anderen sieht man die Viecher. Fürs Hotelzimmer hatten wir zusätzlich so einen Stecker mit Plättchen für die Steckdose.
  • Steckdosenadapter – natürlich sehr wichtig, und wenn man mehrere Elektrogeräte versorgen muss, lohnt sich ein Mehrfachstecker zusätzlich.
  • Kleidung – für Leni hatten wir fast nur Bodies dabei. Eine Bekleidungsschichz reicht bei den tropischen Temperaturen völlig aus, und der Body ist das praktischste Teil für Babies. Eine Leggins, Longsleeve und Sonnenhut durften natürlich nicht fehlen. Für Yannis hatten wir ein paar T-Shirts, kurze Hosen und eine lange Hose und ein Longsleeve dabei, die er auf dem Flug an hatte. Kleidung ist in Malaysia sehr preiswert, und wir haben vor Ort ein paar Sachen gekauft.
  • Windeln – ein Paket haben wir in Deutschland gekauft und die Rucksäcke damit ausgestopft. So hatten wir am Anfang keinen Stress mit Windeln kaufen, zumal wir auch nicht wussten, ob man überall vernünftige Windeln bekommt. Tut man aber. Selbst an den abgelegensten Orten wie den Perhentian Inseln haben wir welche bekommen.
  • Sonnenschutz – unerlässlich grade für die Kinder, die liebend gerne überall spielen und sich nicht darum kümmern, ob da gerade Schatten ist. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist notwendig, da die Sonne in Malaysia intensiver ist. Vor Ort gibt es Schutz mit LSF 80 oder mehr, was auf jeden fall eine gute Sache ist. Leni konnten wir meistens in den Schatten legen, wo sie zum Glück liegen blieb, aber unterwegs im ergo bekamen ihre arme und Beine doch Sonne ab. Überall gibt es dünne Strandtücher zu kaufen für wenig Geld, die man einfach über das Baby hängen kann, so dass es gut geschützt ist. Ansonsten muss natürlich auch Sonnencreme her.
  • Babynahrung – Leni ist in Malaysia 6 Monate alt geworden, ich hatte sie vorher bewusst voll gestillt und das in Malaysia auch weiterhin getan. Das war auch ganz gut, weil Babynahrung schwer bis gar nicht zu finden war. Gläschen wie bei uns gibt es so gut wie gar nicht, im großen Supermarkt in Kuala Lumpur haben wir australischen Import gefunden, aber die Malaysier kochen ihren Babies Reis oder Kartoffeln mit Gemüse und pürieren das. Milchpulver haben wir öfter mal gesehen, selbst in kleinen convenience Stores, aber es erschien mir am sinnvollsten, weiter zu stillen, da wir auch nicht immer die Möglichkeit hatten, abgekochtes Wasser zu bekommen oder Flaschen zu sterilisieren. Zwischendurch hat Leni mal ein Stückchen Banane bekommen, aber eher unregelmäßig. Das schien aber auch völlig auszureichen.
  • Babytransport/Liegefläche – da wir in Malaysia auch mit dem Auto herum reisen wollten, haben wir die Autobabyschale mitgenommen und ein Buggygestell, auf das man die Babyschale fixieren konnte. Allerdings hat sich das Gestell kaum gelohnt, da wir Leni eigentlich immer und überall im ergocarrier herum getragen haben. Immerhin konnten wir so die Babyschale transportieren und hatten dadurch einen eigenen kleinen Trollet fürs Gepäck. Da wir Leni zwischendurch auch mal ablegen wollten, z.B. im Restaurant, am Strand, zum wickeln usw., hatten wir diese Wickelauflage mit passendem Bezug dabei. Super praktisch, da sie fast nichts wiegt, aufblasbar ist und man sie leicht im Daypack verstauen kann.