Vorbereitungen für die große Reise

Der Flug ist gebucht, die Reisevorbereitungen können losgehen.

Eine Liste ist schnell angefertigt und wird fast täglich erweitert mit allerhand nützlichen Dingen, die einem noch so einfallen.

Das wichtigste im Überblick:
  • Impfen – man sollte sich immer vor einer großen Reise beim Hausarzt oder beim Tropeninstitut informieren, welche Impfungen notwendig sind und ob die Immunisierung noch gewährleistet ist. In der Regel weisen gute Reiseführer auch auf mögliche Erkrankungen im Urlaubsgebiet hin. Die Kinder finden das Impfen natürlich nicht besonders toll. Leni war noch so klein, dass es bei ihr kein Problem war. Als wir nach China geflogen sind, war Yannis gerade 3 Jahre alt geworden. Nach der 2. Spritze hatte er dann keine Lust mehr auf die Piekser und hat sich geweigert, noch einmal zum Arzt zu gehen. Da half keine Ablenkung, kein Lieblingskuscheltier und noch nicht mal Schokolade (und das will schon was heißen bei ihm). Ein guter Tipp in so einem Fall: das Zauberpflaster mit einem Lokalanästhetikum betäubt die Stelle, die gespritzt werden muss, so dass man von der Impfung nichts mehr mit bekommt.
  • Insektenschutz – für die Eltern gibt’s anti brumm, für Yannis und Leni doctan Kids, das von der WHO zur Malariaprophylaxe empfohlen wird. Zusätzlich dazu haben wir ein Moskitonetz fürs Bett (inkl. Haken, Tesa power strips und Gaffertape zur Montage), das wir mit no bite für Kleidung eingesprüht haben (das Zuhause auf dem Balkon ausgelüftet, weil das etwas stark riecht). Lange, helle Kleidung für abends ist unerlässlich. Zum einen schützt es vor Moskitos, zum anderen sieht man die Viecher. Fürs Hotelzimmer hatten wir zusätzlich so einen Stecker mit Plättchen für die Steckdose.
  • Steckdosenadapter – natürlich sehr wichtig, und wenn man mehrere Elektrogeräte versorgen muss, lohnt sich ein Mehrfachstecker zusätzlich.
  • Kleidung – für Leni hatten wir fast nur Bodies dabei. Eine Bekleidungsschichz reicht bei den tropischen Temperaturen völlig aus, und der Body ist das praktischste Teil für Babies. Eine Leggins, Longsleeve und Sonnenhut durften natürlich nicht fehlen. Für Yannis hatten wir ein paar T-Shirts, kurze Hosen und eine lange Hose und ein Longsleeve dabei, die er auf dem Flug an hatte. Kleidung ist in Malaysia sehr preiswert, und wir haben vor Ort ein paar Sachen gekauft.
  • Windeln – ein Paket haben wir in Deutschland gekauft und die Rucksäcke damit ausgestopft. So hatten wir am Anfang keinen Stress mit Windeln kaufen, zumal wir auch nicht wussten, ob man überall vernünftige Windeln bekommt. Tut man aber. Selbst an den abgelegensten Orten wie den Perhentian Inseln haben wir welche bekommen.
  • Sonnenschutz – unerlässlich grade für die Kinder, die liebend gerne überall spielen und sich nicht darum kümmern, ob da gerade Schatten ist. Ein hoher Lichtschutzfaktor ist notwendig, da die Sonne in Malaysia intensiver ist. Vor Ort gibt es Schutz mit LSF 80 oder mehr, was auf jeden fall eine gute Sache ist. Leni konnten wir meistens in den Schatten legen, wo sie zum Glück liegen blieb, aber unterwegs im ergo bekamen ihre arme und Beine doch Sonne ab. Überall gibt es dünne Strandtücher zu kaufen für wenig Geld, die man einfach über das Baby hängen kann, so dass es gut geschützt ist. Ansonsten muss natürlich auch Sonnencreme her.
  • Babynahrung – Leni ist in Malaysia 6 Monate alt geworden, ich hatte sie vorher bewusst voll gestillt und das in Malaysia auch weiterhin getan. Das war auch ganz gut, weil Babynahrung schwer bis gar nicht zu finden war. Gläschen wie bei uns gibt es so gut wie gar nicht, im großen Supermarkt in Kuala Lumpur haben wir australischen Import gefunden, aber die Malaysier kochen ihren Babies Reis oder Kartoffeln mit Gemüse und pürieren das. Milchpulver haben wir öfter mal gesehen, selbst in kleinen convenience Stores, aber es erschien mir am sinnvollsten, weiter zu stillen, da wir auch nicht immer die Möglichkeit hatten, abgekochtes Wasser zu bekommen oder Flaschen zu sterilisieren. Zwischendurch hat Leni mal ein Stückchen Banane bekommen, aber eher unregelmäßig. Das schien aber auch völlig auszureichen.
  • Babytransport/Liegefläche – da wir in Malaysia auch mit dem Auto herum reisen wollten, haben wir die Autobabyschale mitgenommen und ein Buggygestell, auf das man die Babyschale fixieren konnte. Allerdings hat sich das Gestell kaum gelohnt, da wir Leni eigentlich immer und überall im ergocarrier herum getragen haben. Immerhin konnten wir so die Babyschale transportieren und hatten dadurch einen eigenen kleinen Trollet fürs Gepäck. Da wir Leni zwischendurch auch mal ablegen wollten, z.B. im Restaurant, am Strand, zum wickeln usw., hatten wir diese Wickelauflage mit passendem Bezug dabei. Super praktisch, da sie fast nichts wiegt, aufblasbar ist und man sie leicht im Daypack verstauen kann.

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